Die Treppe ist ein zentrales bauliches Element in Ihrem Haus. Funktionalität steht hier im Vordergrund. Grundsätzlich dient die Treppe dem Überwinden des Höhenunterschieds zweier Ebenen. Dabei kann eine gut geplante Treppe so viel mehr als einen sicheren Aufstieg bieten.
Die Treppe kann den Raum in Szene setzen, kann platzsparend oder raumfüllend sein, eindrucksvoll oder ganz zurückhaltend. Kurz gesagt: Sie ist ein gestalterisches Element, das den ganzen Raum strukturiert. Allerdings gibt es auch bauliche Vorschriften, die eingehalten werden müssen und auch außerhalb der Bauvorschriften ist bei der Planung einiges zu beachten.
Bevor es an den individuellen Teil der Treppenplanung geht, müssen die Regeln der DIN 18065 zum Treppenbau bedacht werden. Diese sorgen für Sicherheit und gewährleisten einen komfortablen Aufstieg. Denn Treppe ist nicht gleich Treppe. Dafür ist das menschliche Schrittmaß verantwortlich.
MARE-Expertentipp: Das Schrittmaß orientiert sich an der Schrittlänge im Verhältnis zur Steigung. Das durchschnittliche Schrittmaß liegt zwischen 59-65 cm. Treppen sind dann bequem zu steigen, wenn der Auftritt länger ist, als die Steigung der Stufen. Die Faustformel ist hier 2 Steigungen + 1 Auftritt= ca. 62-64 cm. Wobei es auch hier Mindest- und Maximalgrößen gibt.
Die DIN 18065 schreibt zusätzlich einige Punkte vor, welche die Sicherheit und die Bequemlichkeit der Treppen in Ihrem Haus sichern:
Es gibt verschiedene Treppenarten, die sich je nach Platz, Lage und Ästhetik für Ihr Zuhause eignen:
Die wohl häufigste und günstigste Treppenart in Einfamilienhäusern. Sie ist platzsparend, schlicht und nimmt sich im Wohnraum eher zurück.
Eine Treppe die mindestens einmal die Richtung wechselt. Bei jeder Wendelung befindet sich ein Zwischenpodest, um den Aufstieg zu erleichtern.
Hier drehen sich die Innenseiten der Stufen spiralförmig um einen hohlen Mittelpunkt: Das Treppenauge. Die Innenkante der Stufen ist hier bedeutend schmaler als die Außenkante. Für einen bequemen Aufstieg muss also eine bestimmte Breite eingeplant werden. Im Grundriss ist die Wendeltreppe als Kreis gekennzeichnet.
Ähnlich wie bei der Wendeltreppe ist der Aufbau spiralförmig um einen Mittelpunkt. Diesen bildet in dem Fall aber eine Stütze, an welcher die Stufen angebracht sind. Das ist sehr platzsparend, aber auch recht unbequem für den Aufstieg.
Sind die Art und Grundmaße ihrer Treppe geklärt, geht es an den individuellen Teil: Das Design. Überlegen Sie hier genau, was Ihre Treppe für eine Wirkung haben soll. Lage, Farbe und Beleuchtung sowie das Material, spielen eine enorme Rolle bei der Raumwirkung.
Haben Sie sich für eine geradläufige, einarmige Treppe entschieden, kann der Aufstieg recht monoton sein. Spielen Sie hier mit Beleuchtung und Farbe, um den Aufstieg abwechslungsreicher zu gestalten. Kontraste schaffen eine spannende Ästhetik und lenken vom Aufstieg ab.
Ebenso wichtig ist die Wahl des Materials. Sehr beliebt sind Holztreppen. Sie wirken natürlich und gemütlich. Auch die Wahl des Holzes macht viel aus: Helle Buche oder eher was Dunkles? – gestalten Sie die Treppe ganz nach Ihrem Geschmack! Wenn Sie einen etwas moderneren, cleanen Look bevorzugen, ist eine Stahltreppe oder eine Treppe aus Beton vielleicht eine passendere Wahl für Sie.
Die Treppe ist ein gestalterisches und funktionales Element in Ihrem Haus, dass bei der Planung gründlich bedacht werden sollte. Neben der Einrichtung spielt Sie eine enorme Rolle bei der Wirkung Ihres Hauses. Auch hier gilt: Den Wünschen sind kaum Grenzen gesetzt. Eine Treppe ganz nach Ihren Vorstellungen ist möglich. Innerhalb Ihres Bauvorhabens beraten wir Sie gerne mit unserem Expertenwissen zu Treppen in Einfamilienhäusern und helfen Ihnen bei der Planung!